Poolwasser ist eigentlich keine Wissenschaft – aber es fühlt sich oft so an. Ein Wert ist zu hoch, ein anderer zu niedrig, auf der Packung steht „nach Bedarf dosieren“, und im Internet findest du zu jeder Frage drei Antworten, die sich widersprechen.
Der Poolrechner nimmt dir das ab. Du trägst ein, was du gemessen hast, und bekommst zurück, was das bedeutet und was du konkret tun sollst – in Gramm, in Millilitern, für dein Becken.
Was du hier findest
Der Rechner. Trag deine Messwerte ein (je mehr, desto besser – gemessen mit digitalen Messgeräten wie dem Poollab*): pH-Wert, freies Chlor, Gesamtchlor, Cyanursäure, Karbonathärte, dazu Beckengröße und Wassertemperatur. Du bekommst für jeden Wert eine Einschätzung – passt, zu hoch, zu niedrig – und darunter die Dosiermengen, die den Wert wieder ins Lot bringen.
Besonders wichtig ist dabei eine Zahl, die auf keinem Teststreifen steht: das aktiv wirksame Chlor. Denn ob dein Chlor tatsächlich desinfiziert, hängt nicht nur davon ab, wie viel drin ist, sondern auch vom pH-Wert und von der Cyanursäure. Genau das rechnet der Poolrechner mit aus – und erklärt es dir gleich mit.
Das Logbuch. Wenn du angemeldet bist, wird jede Messung automatisch gespeichert. Du siehst deine Werte als Verlauf, kannst sie herunterladen und erkennst Entwicklungen, bevor sie zum Problem werden: Chlor, das jede Woche schneller weg ist. Cyanursäure, die langsam klettert. Ein pH-Wert, der sich nicht halten lässt. Auf Wunsch bekommst du eine E-Mail, wenn es Zeit zum Nachmessen ist oder wenn ein Wert in die falsche Richtung läuft.
Der interaktive Wasserpflege-Assistent. Wenn etwas nicht stimmt und du nicht weißt, woran es liegt. Du sagst, was du siehst – grünes Wasser, ein Belag an der Wand, ein Geruch –, beantwortest ein paar Rückfragen, und der Ratgeber verbindet das mit deinen Messwerten. Heraus kommt die wahrscheinlichste Ursache und ein Plan, was in welcher Reihenfolge zu tun ist. Die Reihenfolge ist dabei kein Zufall: Eine Stoßchlorung bei zu hohem pH-Wert verpufft, deshalb steht die pH-Korrektur davor.
Und die kleinen Helfer. Ein Rechner für die Stoßchlorung, einer für das Beckenvolumen, wenn du es nicht genau kennst, und einer für den Salzgehalt samt Nachdosierung.
Der Rechner basiert insbesondere auf den Formeln zur Bestimmung von Wasserwerten der Tintometer Firmengruppe (Lovibond), wie sie hier veröffentlicht wurden.
So gehst du am besten vor
- Messen. Poollab Wassertester*, Teststreifen oder Tropfentest – sie alle haben ihre Vor- und Nachteile. Hauptsache du misst regelmäßig und immer auf die gleiche Art.
- Eintragen. Alles, was du hast. Was du nicht gemessen hast, lässt du einfach leer; der Rechner rechnet dann ohne. Er nimmt nicht an, dass ein fehlender Wert null ist.
- Umsetzen. Arbeite die Empfehlungen von oben nach unten ab. Wenn du angemeldet bist, kannst du deine tatsächliche Dosierung mit einem Klick mitprotokollieren.
- Nachmessen. Am besten nach 24 Stunden. Erst dann weißt du, ob es gewirkt hat – und das Logbuch weiß es dann auch.
Anmelden musst du dich für den ersten Blick nicht: Rechnen und die Ratgeber-Diagnose funktionieren ohne Konto. Erst der komplette Maßnahmenplan, das Logbuch und die Auswertungen brauchen eine Anmeldung – sie beziehen sich auf dein Becken und deine Historie, und die soll niemand sonst sehen.
Ein Wort in eigener Sache: vieles ist brandneu
Der Poolrechner ist gerade kräftig gewachsen. Das Logbuch, die Auswertungen und vor allem der Ratgeber sind neu entwickelt und stecken noch in der Beta-Phase. Das heißt: Sie funktionieren, sie sind gründlich getestet – aber es gibt Situationen, an die noch niemand gedacht hat. Ein Becken ist eben kein Rechenbeispiel.
Deshalb freue ich mich über jede Rückmeldung. Wirklich über jede:
- Etwas funktioniert nicht so, wie es soll? Schreib mir, was du gemacht hast und was passiert ist.
- Der Ratgeber liegt bei deinem Becken daneben? Erzähl mir kurz, was du stattdessen vorgefunden hast und was am Ende geholfen hat – genau daraus entstehen die nächsten Verbesserungen.
- Dir fehlt eine Funktion, ein Rechner, ein Wert? Sag Bescheid. Einiges von dem, was heute hier steht, gibt es nur, weil jemand danach gefragt hat.
- Etwas ist unverständlich formuliert oder unübersichtlich? Auch das ist ein Fehler, nur ein leiserer.
Am Ende jedes Ratgeber-Durchlaufs findest du ein Freitextfeld – das ist der kürzeste Weg. Alternativ verwende gern die Kommentarfunktion.
Und jetzt: viel Spaß im Wasser. Am besten in klarem.

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